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Neuigkeiten
30.05.2017, 11:30 Uhr
Baden-württembergische CDU-Bundespolitiker handeln nach dramatischen Spätfrösten
CDU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag verabschiedet Beschluss zur Risikovorsorge im Wein- und Obstbau
Später Frost wütete in Weinbergen und Obstplantagen / Foto: Nicole End
Am Montag hat die CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg einen Beschluss zu den Frostschäden im Wein- und Obstbau verabschiedet. Demnach soll betroffenen Betrieben zukünftig unbürokratisch geholfen werden können und den Landwirten die eigene Risikovorsorge erleichtert werden. Die südbadische Abgeordnete Kordula Kovac, die wein- und obstbaupolitische Sprecherin ihrer Fraktion und Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft ist, und Alois Gerig, Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft, hatten einen entsprechenden Antrag eingereicht.
 
„Die CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg sieht mit großer Sorge, dass durch die Frostschäden viele mittelständische Familienbetriebe des Obst- und Weinbaus in Deutschland in Existenznot geraten. Wir befürchten einen beschleunigten Strukturwandel der Branche“, heißt es in dem Beschluss.
 
Die CDU-Bundestagsabgeordneten fordern darin zudem die CDU Deutschlands auf, im Regierungsprogramm für die Bundestagswahl konkrete Maßnahmen vorzusehen. Demzufolge soll die steuerliche Tarifglättung zu einem wirksamen Instrument der betrieblichen Risikovorsorge weiterentwickelt und entfristet werden. Mehrgefahrenversicherungen sollen durch die Entwicklung und Förderung von geeigneten Versicherungslösungen für den gesamten Obstbau verbessert werden. Dadurch sollen sich mehr Landwirte gegen naturbedingte Ernteausfälle absichern können. Durch Beihilfen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe für Agrarstruktur und Küstenschutz - kurz GAK – sollen Investitionen in Frostschutzanlagen gefördert werden können. Zudem sollen durch Forschung und Innovation Anbautechniken an den Klimawandel angepasst und resistente Pflanzen gezüchtet werden, damit sich Landwirte künftig wirksamer gegen Frost, Starkregen, Hagelschlag, Trockenheit und Stürme schützen können.
 
„Die negativen Auswirkungen des Klimawandels sind ernst zu nehmen. Wir brauchen eine noch umfangreichere Forschung. Vor allem im Bereich des Kern- und Steinobstes scheinen mir die Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft. Ob resistente Pflanzen oder Bewässerung, Klimawandel hat die Landwirtschaft längst erreicht und es liegt an uns, durch Forschung und Innovation die negativen Folgen besser bewältigen zu können“, so Kovac.
 
Die CDU-Bundestagsabgeordneten begrüßen ausdrücklich, dass die Landesregierung Baden-Württembergs die Frostschäden in der Landwirtschaft als Naturkatastrophe eingestuft hat und damit der Weg frei ist für finanzielle Hilfen, die sich an den tatsächlichen Ernteeinbußen bemessen. Außerdem fordert die Landesgruppe den Bund auf, ebenfalls zu helfen, da es sich um ein bundesweites Schadensereignis handelt.
 
Die Schäden der diesjährigen Spätfröste sind immens: allein in Baden-Württemberg wird mit Schäden in Höhe eines dreistelligen Millionenbetrags gerechnet. 7.000 Hektar der insgesamt 28.000 Hektar Weinbauflächen weisen starke Frostschäden bis hin zu Totalschäden auf.
Von den 11.000 Hektar Kernobst (Apfel, Birne) sind 2.500 Hektar geschädigt. Von den rund 4.000 Hektar Steinobst (Kirsche, Zwetschge) sind rund 3.000 Hektar sehr stark beschädigt.