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Neuigkeiten
30.06.2017, 16:06 Uhr
Kovac erhält rund 100.000 Euro für Pilotprojekt zur Hebammenhilfe
Parlamentarischer Staatssekretär Bleser übergibt Förderbescheid: „Leidenschaft für den ländlichen Raum"

Es war ein sichtlich bewegender Termin für die südbadische Bundestagsabgeordnete Kordula Kovac (CDU) am Freitag in Berlin: Peter Bleser (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), hat den Förderbescheid für Kovacs Herzensprojekt übergeben. Mit knapp 100.000 Euro fördert das BMEL den Verein ‚Netzwerk für Familien und Hebammen Ortenau e.V.‘, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Versorgung mit Hebammenhilfe im ländlich geprägten Ortenaukreis zu verbessern. „Ich bin sehr dankbar, dass das Ministerium die gesellschaftspolitische Relevanz erkannt hat und die Anliegen des ländlichen Raums ernst nimmt. Junge Familien sind unsere Zukunft. Und junge Familien brauchen die Unterstützung ihrer Hebamme – auch auf dem Land“, sagte Kovac.

Bleser sprach seiner Fraktionskollegin Kovac große Anerkennung für ihr Engagement aus: „Ich teile deine Leidenschaft für den ländlichen Raum. Ich bin mir sicher, dass mit diesem Projekt konkret für die Menschen vor Ort viel getan werden kann“, so der Parlamentarische Staatssekretär. Er betonte, dass es eine sehr hohe Fördersumme des Ministeriums sei, die über das Bundesprogramm für ländliche Entwicklung (BULE) genehmigt wurde.

Kovac berichtete Bleser von der immer schwieriger werdenden Versorgung mit Hebammenhilfe im Ortenaukreis, dem größten Landkreis Baden-Württembergs. Grund hierfür sind die stark veränderten Rahmenbedingungen für die Arbeit der Hebammen und Geburtshelfer. Vor allem die Schließung von Geburtsstationen in kleineren, ländlichen Krankenhäusern, die geringe Vergütung der Hebammen, die immer weiter steigenden Haftpflichtprämien und der Nachwuchskräftemangel haben maßgeblich zu dieser Situation beigetragen. „Es kann nicht sein, dass Frauen in den Wehen 40 Kilometer fahren müssen. Babys richten sich nicht nach der Entfernung zum nächsten Kreißsaal oder dem Terminkalender der Hebamme. Wenn aber von Anfang an alles gut läuft, ist dies ein guter Start ins Leben“, betonte Kovac.

Deshalb initiierte die in Wolfach wohnende Bundestagsabgeordnete Anfang des Jahres die Gründung des Vereins ‚Netzwerk für Familien und Hebammen Ortenau e.V.‘, der auf eine breite Mitgliedschaft baut. Sowohl Eltern, Hebammen, Politiker und Leistungserbringer des Gesundheitssektors sind vertreten.

„Mit den nun bewilligten Projektmitteln werden als erster Schritt genaue Daten zum Angebot und Bedarf für den Ortenaukreis ermittelt. Basierend auf diesen Zahlen werden gemeinsam Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgungssituation erarbeitet“, erklärte Kovac das weitere Vorgehen.  

Bereits 2016 hatte Kovac versucht, umfassende Daten abzufragen und musste feststellen, dass weder den zuständigen Bundesministerien noch den Landesministerien entsprechende Zahlen vorlagen. „Nur mit aktuellen und aussagekräftigen Daten können wir gewährleisten, dass vermeintliche Lösungen nicht am eigentlichen Problem vorbeigehen. Das Projekt hat Pilotcharakter und kann ohne weiteres auf andere Landkreise übertragen werden. Mein Wunsch ist es, dass so irgendwann Daten zur Hebammenversorgung in ganz Deutschland vorliegen.“

Kovac engagiert sich schon seit vielen Jahren für die Belange von werdenden und jungen Eltern und für eine flächendeckende Hebammenhilfe. Während der Schwangerschaft und weit über das Wochenbett hinaus ist die Hebamme Ansprechpartner Nummer Eins für werdende Mütter und junge Familien.