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Neuigkeiten
20.09.2017, 13:21 Uhr
Kordula Kovac wird Botschafterin des Kinder- und Jugendhospizes Sternschnuppe
Kovac: "Soziales stärker in den Vordergrund stellen"
Kordula Kovac MdB (4.v.l.) mit Maria Noce (3.v.l.) und Vanessa Noce (1.v.r.) sowie Helga Gund (5.v.l.), Gottfried Schmidt (2.v.l.) und Wegbegleiterinnen und Mitarbeiterinnen des Kinder- und Jugendhospizes Sternschnuppe

Bei ihrem Informationsbesuch am Dienstag, 19. September, gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Gottfried Schmidt, und der Vorsitzenden der Frauenunion Südbaden, Helga Gund, zum Bau des geplanten Kinder- und Jugendhospizes Sternschnuppe in Villingen-Schwenningen plädierte die Wolfacher Bundestagsabgeordnete Kordula Kovac (CDU) dafür, sozialpolitische Themen noch stärker in den Vordergrund zu stellen. Kovac wird Botschafterin des geplanten Hospizes Sternschnuppe.

Mittlerweile liege die Baugenehmigung vor, und die Kredite seien bewilligt, so dass der Baubeginn in Bälde erfolgen könne, so Maria Noce, Gründerin des Hospizes Via Luce, die das Projekt des Kinder- und Jugendhospizes initiiert hat. Das Besondere am geplanten Kinder- und Jugendhospiz sei, dass hier nicht in erster Linie junge Menschen in der letzten Lebensphase Aufnahme fänden, sondern dass hier die gesamte Familie eines schwerstkranken Kindes oder Jugendlichen für einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen aufgenommen werden könne.

Diese erhalte in dieser Zeit die Gelegenheit, Kraft zu tanken, um anschließend gefestigt wieder nach Hause zurückkehren zu können, erklärte die leitende Pflegefachkraft des Projektes Sternschnuppe, Vanessa Noce. Das Kinder- und Jugendhospiz verfolge einen familienorientierten Ansatz. Wiederkehrende Aufenthalte seien möglich. Das Hospiz verstehe sich als Wegbegleiter ab dem Zeitpunkt der Diagnose, wenn gewünscht, auch über den Tod eines Kindes hinaus. „Die Familien werden nicht alleingelassen, wenn sie unsere Unterstützung wünschen“, bekräftigte Noce. Finanziert werde das Hospiz allein durch die Krankenkassen und durch Spenden, den Patienten werde der Aufenthalt nicht in Rechnung gestellt.

„Projekte wie das Kinder- und Jugendhospiz Sternschnuppe brauchen unsere Unterstützung – in privater wie auch politischer Hinsicht. Wir müssen noch viel mehr für schwerstkranke Menschen, gerade auch Kinder und Jugendliche und deren Familien, tun“, so Kordula Kovac. „Sehr gerne werde ich Botschafterin für dieses wichtige Projekt“, bekräftigte Kovac, die zudem dafür plädierte, die Unsicherheit im Umgang mit schwerstkranken Menschen und die Tabuisierung der Themen Krankheit, Sterben und Tod abzubauen.

Helga Gund lobte insbesondere den familienorientierten Ansatz des Hospizes. Er stärke den Zusammenhalt der Familie und trage zur Prävention psychischer Erkrankungen der betroffenen Familienmitglieder bei.

Auch Gottfried Schmidt zollte dem Vorhaben große Anerkennung und schlug vor, für Maria Noce das Bundesverdienstkreuz zu beantragen. Ihr Engagement sei für betroffene Familien unglaublich wichtig. Sie rücke den Menschen mit all seinen Stärken und Schwächen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.

Das Kinder- und Jugendhospiz Sternschnuppe in Villingen-Schwenningen ist neben dem Projekt in Stuttgart die zweite sich in der Planung befindende Einrichtung in Baden-Württemberg. Der Bedarf sei sehr hoch, das bestätigte eine Bedarfsanalyse. Schätzungen zufolge gibt es in Baden-Württemberg circa 3000 Familien mit einem schwerstkranken Kind.