Ideale

11.02.2015, 11:41 Uhr
 
„Herr, gib mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen.“ - Franz von Assisi

Demokratie funktioniert nur, wenn jeder mitmacht. Es ist ein Geben und Nehmen. Sich für Menschen und deren Belange einzusetzen, etwas zu tun und nicht nur zu fordern, ist eine Verantwortung, die mir durch mein Elternhaus bereits früh vorgelebt wurde. Demokratie wird nur so zu mehr als die Summe der einzelnen Abgeordneten. Nicht ohne Grund sage ich daher immer auf die Frage nach meinem Beruf: zusammen mit 630 Kolleginnen und Kollegen führe ich ein 82 Millionen starkes Unternehmen. Diese Aussage verdeutlicht, es kommt auf jeden einzelnen Bürger an. 

Aus diesem Grund möchte ich Sie auch ermutigen, Politik aktiv mitzugestalten. Das ehrenamtliche Engagement vor allem im sozialen Miteinander, das ich vor Ort in Südbaden erleben darf, ist beeindruckend und kann nicht ausreichend genug gewürdigt werden. Ich habe Hochachtung vor den Menschen, die ihre Freizeit opfern und sich engagieren – sei es im Sportverein, im Altenheim oder anderen Einrichtungen und Institutionen. Dass sich Menschen von anderen Menschen nicht abwenden, gerade wenn sie nicht dafür bezahlt werden; dass sie sich für ihre Wünsche und Ziele engagieren ist der Zement, der unsere Gesellschaft zusammenhält.

Aber oft reicht auch schon weniger, um einen Unterschied zu machen. Der Schritt zu einer Vereinsmitgliedschaft oder zu einem Ehrenamt mit festen Pflichten ist groß. Der Schritt an meine Tür dagegen nicht. Beinahe in jeder Familie oder in jedem Freundeskreis wird über die „richtige“ Politik diskutiert, oftmals sogar gestritten. Ich lade Sie daher zum Austausch ein. Diskutieren Sie mit mir über Ihre Anliegen. Ihre Themen zu meinen Anliegen zu machen ist meine Aufgabe als Volksvertreterin.

Neben dem Amt der Schriftführerin bin ich im Bundestag Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, wohlgemerkt als einzige Abgeordnete für die CDU aus Südbaden. Über meiner Funktion als Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Weinbau, Spirituosen und Sonderkulturen freue ich mich im Besonderen aufgrund der Verbundenheit zu meiner Heimat. Wein ist hier ein bürgernahes Kulturgut und die landwirtschaftliche Produktion auf kleinen dafür aber zahlreichen Flächen vor Ort ist geprägt durch Sonderkulturen wie Obst und Gemüse.  

Durch viele regelmäßige Besuche auf den Höfen in der Gegend sowie den weiterverarbeitenden Betrieben erfahre ich unmittelbar von den Hoffnungen und Sorgen der Menschen in diesem Gewerbe. Das Problem der Kirschessigfliege war so nur eines, welches wir zeitnah angehen konnten.

Auch bin ich als Berichterstatterin der CDU/CSU-Fraktion für Gesundheitspolitik Mitglied im Petitionsausschuss – dem Gremium, welches den Bürgeranliegen wohl am nächsten liegt. In dieser Funktion ist es mir ein besonderes Bedürfnis, die Situation der Hebammen zu verbessern.

Neben diesem Thema mache ich mich im Besonderen auch für die Anliegen der Flüchtlinge stark. Die derzeitigen Krisenherde dieser Welt bedrücken mich sehr. Sie stellen uns nicht nur vor politische, ja auch militärische Herausforderungen, sondern vor allem vor unsere humanitäre Verantwortung. Menschen in Not zu helfen; Menschen willkommen zu heißen, die keinen anderen Ausweg mehr sehen als ihre Heimat zu verlassen ist ein Grundpfeiler unseres Selbstverständnisses. Hieran dürfen wir nicht rütteln. Doch es gilt auch vor Ort in Deutschland die Voraussetzungen hierfür zu schaffen. Die Integrationsbemühungen für Menschen mit einem Aufenthaltstitel müssen verbessert werden. Nur so ist ein gesellschaftliches Miteinander möglich, dass auf Respekt und Achtung fußt. 

Dies zeigt aber auch wie vorhin bereits erwähnt: wenn wir alle miteinander an einem Strang ziehen, uns über Probleme verständigen, die Ursachen herausarbeiten und auf Lösungen verständigen, dann können wir gemeinsam einiges erreichen, sowohl für Deutschland als auch für Südbaden. 

Dies ist meine Vision!

In diesem Sinne freue ich mich auf einen regen Austausch mit Ihnen,

Ihre

Kordula Kovac

 

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