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12.06.2017, 11:10 Uhr
Wissen über Landwirtschaft und ihre Erzeugnisse stärken
Kordula Kovac mit den LandFrauen Müllheim unterwegs
Kordula Kovac MdB mit den LandFrauen zu Gast im Spargel- und Weinbaubetrieb Noll

Auf Einladung der LandFrauen Müllheim besuchte die CDU-Bundestagsabgeordnete Kordula Kovac am Dienstag den Spargel- und Weinbaubetrieb Noll in Seefelden. Kovac sprach sich als Mitglied des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft für eine größere Wertschätzung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus. Dafür nötig sei eine stärkere gesellschaftliche Aufklärung über die landwirtschaftliche Produktion.

Während des circa zweistündigen Besuchs besichtigte die Abgeordnete zunächst die Produktions- und Lagerstätte des mittelständischen Wein- und Spargelbetriebs Noll. Kovac zeigte sich begeistert von der Vermarktung der Produkte im angrenzenden Hofladen.

Anschließend stellte sich Kovac einer Diskussion zu Fragen zum Mindestlohn und dessen Auswirkungen auf landwirtschaftliche mittelständische Betriebe. „Ich will den Mindestlohn nicht schlechtreden, aber es ist dringend über eine Anpassung im landwirtschaftlichen Sektor zu reden“, so Kovac. Dies gelte zum Beispiel mit Blick auf die Entlohnung der ausländischen Saisonarbeitskräfte, die nur für wenige Wochen in Deutschland seien, um bei der Ernte zu helfen. Viele Betriebe könnten die Lohnkosten „kaum stemmen“. 

Kovac zeigte sich auch bei der Debatte über den Pflanzenschutz auf der Seite der Landwirtschaft: „Es ist richtig und wichtig, dass wir in Deutschland hohe Maßstäbe an die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln anlegen. Genau deswegen dürfen wir den Einsatz von Pflanzenschutz aber auch nicht pauschal verteufeln. Wir müssen zurückfinden zu einer sachlicher geführten gesellschaftlichen Diskussion.“

Weitere Gesprächsthemen bei den LandFrauen waren unter anderem staatliche Hilfen zur Bewältigung der diesjährigen Frostschäden sowie der aktuelle Stand der Bekämpfung der Kirschessigfliege. Kovac, die die Sprecherin für Weinbau und Sonderkulturen ihrer Fraktion ist, verwies insbesondere auf die diesbezüglichen Feldversuche der Einnetzung von Obstanlagen. „Wir müssen weiter forschen“, äußerte sie sich.

Letztlich sei es nur die Forschung, die mit Blick auf die Kirschessigfliege, aber auch im Umgang mit klimatischen Änderungen und deren Folgen weiterhelfe – sei es durch Pflanzenschutzmittel oder durch resistente Pflanzenzüchtungen.