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22.07.2015, 09:06 Uhr
Zu Besuch bei der Polizei
Kordula Kovac besucht Offenburger Polizeipräsidium
Polizeipräsidium Offenburg Polizeipräsident Michael Gehri (links), Kordula Kovac und Polizeihauptkommissar Martin Baumann

Die am 1. Januar 2014 in Kraft getretene baden-württembergische Polizeireform hat auch in der Ortenau zu Strukturveränderungen geführt. Hierüber informierte sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Kordula Kovac aus Wolfach bei ihrem ersten Besuch im Offenburger Polizeipräsidium, zu dessen Zuständigkeitsbereich nun auch die frühere Polizeidirektion Rastatt/Baden-Baden gehört.

Für 2730 Quadratkilometer Fläche mit 685000 Einwohnern ist das Offenburger Polizeipräsidium mit seinen Polizeirevieren und -posten, Kriminal- und Verkehrs- sowie Autobahnpolizei nun zuständig, wobei sich der Ausbau der Autobahn A 5 für die Einsatzmobilität als besonders vorteilhaft erweist. Im Gespräch mit Offenburgs Polizeipräsidenten Michael Gehri erfuhr die CDU-Parlamentarierin wesentliche Neuerungen über die polizeilichen Strukturen und Arbeitsbereiche nach der Polizeireform. Erörtert wurden aktuelle Themen der polizeilichen Tätigkeits- und Zuständigkeitsbereiche, wobei sich die Abgeordnete besonders für die Flüchtlingssituation interessierte.

Gesprächsgegenstand waren auch die allgemeine Entwicklungen der Kriminalität und die Aufklärungsquoten sowie Besonderheiten des Grenzgebietes zu Frankreich. Michael Gehri berichtete von der Zunahme der Gesamtzahl der Straftaten im Jahre 2014, wobei der Anstieg von Körperverletzungen und die steigende Anzahl von Wohnungseinbrüchen Sorgen bereitet. Erfreulich sei der Trend der Aufklärungsquoten, wozu sicher auch organisatorische und strukturelle Maßnahmen und Änderungen mit beitrügen.

Bei einem Rundgang durch die Diensträume des Polizeipräsidiums war die Bundestagsabgeordnete besonders von dem hochmodernen Führungs- und Lagezentrum beeindruckt, mit dem nach der Polizeireform alle zwölf baden-württembergischen Polizeipräsidien ausgestattet sind. Alle Alarme und Notrufe der Landkreise Ortenau und Rastatt sowie des Stadtkreises Baden-Baden laufen in dieser Hightech-Schaltzentrale des Polizeipräsidiums zusammen. Die Anforderung an die hier ihren Dienst versehenden Polizeibeamtinnen und -beamten ist sehr hoch und besonders stressig, wenn gleichzeitig verschiedene Meldungen, Funksprüche und Notrufe eingehen. Im Offenburger Polizeipräsidium belaufen sich die eingehenden Notrufe auf schätzungsweise 138000 im Jahr, die in etwa zu 60 Prozent zu Einsätzen aus den verschiedensten Gründen führen.

Ein simulierter Einsatzablauf veranschaulichte der Abgeordneten das hochprofessionelle, kompetente und effiziente Zusammenwirken der Einsatzkräfte. Kordula Kovac war am Ende des Informationsgesprächs von der Präsentation des Offenburger Polizeipräsidiums sehr beeindruckt und verabschiedete sich von Polizeipräsidenten Michael Gehri: „Ich danke Ihnen für Ihre äußerst informativen und aufschlussreiche Ausführungen und wünsche Ihnen und Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterhin viel Erfolg bei Ihren umfangreichen polizeilichen Aufgaben, besonders bei der Bekämpfung krimineller Straftaten und beim Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger“.