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14.08.2015, 13:42 Uhr
Kirschessigfliege richtet weniger Schäden an als befürchtet
Kordula Kovac zu Besuch beim Julius-Kühn Institut in Dossenheim
Das Julius-Kühn Institut (JKI) ist das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Deutschland und eine selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Es forscht u.a. im Bereich des Wein- und Obstbaus nach gesunden und gegen Schädlinge resistente Pflanzen. Kordula Kovac besuchte als weinbaupolitische Sprecherin der CDU/CSU Bundestagsfraktion gemeinsam mit den Bundestagsabgeordneten Dr. Stephan Harbarth (CDU, Wahlkreis Rhein-Neckar) und Dr. Karl A. Lamers (CDU, Wahlkreis Heidelberg/Weinheim) den Dossenheimer Standort des JKIs. Der Institutspräsident Prof. Dr. Georg F. Backhaus und der Standortleiter Prof. Prof. Dr. Wilhelm Jelkmann informierten die Abgeordneten zusammen mit einigen Mitarbeitern über den aktuellen Stand der Forschung, aber auch über den derzeitigen Stand bedrohlicher Schädlinge für deutsche Obstpflanzen und Weinreben. Ausführlich erläuterten die Wissenschaftler das Vorgehen, die internationale Netzwerke und die Entwicklung von Abwehrszenarien. Der Welthandel auf schnellen Wegen ist den Forschern zu Folge einer der Gründe für das globale Ausbreiten vieler Schädlinge. Abschließend konnten sich die Abgeordneten bei einem Rundgang durchs Haus von den Forschungsbedingungen vor Ort überzeugen. Der Standort an sich soll in den nächsten Jahren ausgebaut und gestärkt werden. „Diese Forschung hat einen direkten Bezug zur Praxis. Die Arbeit des Institut ist von zentraler Wichtigkeit für gesundes Obst und unbelastete Reben“, sicherten die CDU-Parlamentarier den Forschern ihre Unterstützung zu. Kordula Kovac hatte durch ihren Einsatz zur Bekämpfung der Kirschessigfliege im letzten Jahr erreicht, dass dem Institut jeweils 350.00 Euro Forschungsmittel von Seiten des Bundes in 2015 und 2016 bereitgestellt werden konnten. Im Anschluss an den Institutsbesuch besuchten Kordula Kovac, Dr. Stephan Harbarth und der CDU-Landtagsabgeordnete Karl Klein gemeinsam mit Professor Jelkmann den Obsthof der Familie Freudensprung und das nachbarschaftliche Weingut Koch, um sich über die diesjährige Situation im Obst- und Weinanbau informieren. Gutes Wetter, dabei das richtige Maß an Regen, gute Pflege und das richtige Timing – all das sind unter anderem Voraussetzungen einer guten Ernte von Obstbauern und Winzern. Dies kann durch das Auftreten wie z.B. der Kirschessigfliege zunichte gemacht werden. Freudensprung und Koch berichteten von einem bisher glücklicherweise sehr guten Jahr ohne aggressive Schädlinge. Professor Jelkmann skizzierte sein Forschungsgebiet und es entwickelte sich ein reger Austausch. Die Abgeordneten Kovac, Harbarth und Klein waren sich dabei einig, auch zukünftig als starke Partner der Landwirtschaft aufzutreten: „Bei einem anhaltenden Klimawandel sollten wir auch über die Neueinordnung in die von der EU definierten Klimazonen sprechen, da diese Auswirkungen auf nutzbare Schädlingsbekämpfungsmittel hat. Aber besonders müssen wir die Forschung des JKI stärken, um im Bereich der Prävention schon auf vieles vorbereitet zu sein, bevor es bei uns ist.“