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01.09.2015, 09:40 Uhr
Der Kirschessigfliege auf der Spur
Kovac diskutiert mit Wissenschaftlern und Landtagsabgeordneten in drei südbadischen Weinbauregionen 
Die CDU-Abgeordneten Kordula Kovac MdB und Marcel Schwer MdL sowie Professor Wilhelm Jelkmann (JKI) in der Winzergenossenschaft Königschaffhausen-Kiechlinsbergen
Die Bekämpfung der Kirschessigfliege ist auch in diesem Jahr weiterhin ein aktuelles Thema bei Winzern, Obstbauern, Imkern, Forschern sowie Wein- und Obstbauberatern, auch wenn die heißen Temperaturen in diesem Sommer den Schädling nicht in dem Maße wie im vergangenen Jahr zur Entfaltung kommen ließen. Die Anwendung des Pflanzenschutzmittels Spintor in Kombination mit dem Zusatzstoff combi-protec war im vergangenen Jahr im Bundesland Baden-Württemberg zugelassen und erfolgreich eingesetzt worden. Seitens des Bundes gab es jedoch keine Anwendungserlaubnis, da die Auswirkungen der Kombination auf Bienen noch nicht hinreichend erforscht sind. Aufgrund eines Widerspruchs des amerikanischen Planzenschutzherstellers DOW Chemical gegen den baden-württembergischen Zulassungsbescheid ruht dieser zunächst. 

Um die aktuelle Situation mit den Anwendern zu erörtern, besuchte die CDU-Bundestagsabgeordnete Kordula Kovac, weinbaupolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zusammen mit Professor Wilhelm Jelkmann, dem Leiter des Julius-Kühn-Instituts (JKI) in Dossenheim, drei südbadische Weinbauregionen. An den drei Gesprächsrunden mit Vertretern der regionalen Wein- und Obstbauverbände nahm Dr. Michael Glas vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) ebenso teil wie teilweise Dr. Michael Breuer vom Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg (WBI),Südbadens Weinbaupräsident Kilian Schneider sowie die CDU-Landtagsabgeordneten Marcel Schwer und Dr. Patrick Rapp. Im Weingut Walz in Heitersheim und den Winzergenossenschaften Königschaffhausen-Kiechlinsbergen und Buchholz-Sexau diskutierten Winzer, Obstbauern, Abgeordnete und Forscher über die aktuelle Zulassungs- und Anwendungssituation von Pflanzenschutzmitteln, das derzeitig breit angelegte Monitoring, die aktuelle Befallsituation durch die Kirschessigfliege und die Forschungsaktivitäten der Institute. Wegen der noch nicht nachgewiesenen Bienenunschädlichlichkeit der Wirkstoffkombination Spintor und combi-protec wurde diese vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bisher noch nicht zugelassen. Laufende Untersuchungen könnten letztendlich zu einer bundesweiten Zulassung führen.