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06.10.2015, 13:29 Uhr
Mobile Asylantragsstelle in Sasbachwalden
BAMF bestätigt Registrierung von Flüchtlingen in Sasbachwalden  
Kordula Kovac und Bürgermeister Valentin Doll mit Flüchtlingen in der BEA

In den letzten Wochen sind knapp 750 Flüchtlinge in der Bedarfsorientierte Erstaufnahmestelle (BEA) in Sasbachwalden angekommen. Damit steht die 2.450-Gemeinde vor einer großen Herausforderung, die Emotionen und scheinbar auch Verwirrungen schürt.

Viele der Flüchtlinge haben in der Erstaufnahmestelle in Karlsruhe noch keinen Asylantrag stellen können. Dadurch sind diese Menschen noch nicht im System registriert, aber natürlich schon vor Ort mit den einhergehenden Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten der Kommune.

Der Pressesprecher des Regierungspräsidiums in Freiburg, Markus Adler, hatte verlauten lassen, dass in Sasbachwalden keine Registrierung stattfinden würde. Dieser Aussage widersprach das für Asylanträge zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestern auf Nachfrage von Kordula Kovac, Bundestagsabgeordnete für Südbaden.

Wie schon in Offenburg werde in Sasbachwalden ein mobiles Team für die Asylantragsstellung vom BAMF bereitgestellt. Das BAMF versicherte, dass Sasbachwalden sogar eine der ersten Stelle sein werde, die von diesen Teams angefahren werden solle.

Die pragmatische Maßnahme der mobilen Asylantragsstellung, mit der flexibel auf die Tatsache reagiert werden kann, dass viele Flüchtlinge ohne Registrierung von Erstaufnahmestellen weiter verteilt werden, ergänzt das bisherige Verfahren der Flüchtlingsregistrierung.

„Anders als in Donaueschingen und Villingen wird es in Sasbachwalden dementsprechend keine feste Einrichtung des BAMF zur Stellung von Asylanträgen geben. Durch die mobilen Teams wird aber dennoch sichergestellt, dass die Flüchtlinge in Sasbachwalden so schnell wie möglich sich im System wiederfinden können“, so Kovac.

Vor dem Hintergrund der widersprüchlichen Informationen, betonte Kovac erneut die Notwendigkeit des besseren Austausches der verschiedenen Akteure. „Ohne effiziente Kommunikation und Koordination wird es schwer, sich gemeinsam der Herausforderung der großen Flüchtlingszahlen zu stellen.“