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16.11.2015, 14:34 Uhr
Gedenken an die Opfer der Anschläge in Paris
Terrorismus verurteilen
Der 13. November sollte ein besonders schöner werden in Paris: Viele freuten sich auf ein spannendes Freundschaftsspiel zwischen Frankreich und Deutschland, zahlreiche Menschen waren auf den Straßen unterwegs und saßen in den Cafés, um die milden Temperaturen zu genießen oder wollten Konzerte besuchen. Diese Planungen wurden von islamistischen Terroristen zerstört. In Gedanken bin ich in diesen Tagen bei den Opfern der Anschläge und deren Angehörigen. Im Augenblick der Trauer fühle ich mit unseren unmittelbaren Nachbarn, zu denen ich – auch durch viele Freunde und unsere räumliche Nähe – ein ganz besonderes Verhältnis habe. Der Anschlag galt nicht nur Frankreich, er galt der offenen Gesellschaft, der Lebensweise der Freien und Gleichen in Europa und der ganzen Welt. Diese unschuldigen Menschen haben ihr Leben verloren, weil sie anders lebten – weil sie frei lebten. Deshalb wurden sie Opfer von Terroristen, die meinen, im Namen des islamistischen Fundamentalismus einen Kampf gegen die Demokratien, gegen universelle Werte aber auch gegen Muslime zu führen. Dies ist unmenschlich und völlig inakzeptabel. Es bedarf deshalb noch stärkerer Anstrengungen, eine noch breitere und entschiedenere Allianz aller Staaten zu bilden, die für die Werte der Freiheit und Demokratie eintreten. Diese Werte gilt es zu verteidigen. Bundespräsident Joachim Gauck hat es in seiner Rede zum Volkstrauertag in Berlin richtig gesagt: „Wir beugen unser Haupt vor den Toten, niemals aber beugen wir uns dem Terror.“