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01.04.2016, 10:13 Uhr
Windkraftanlagen im Heubachtal
Windkraftanlagen vor Geowissenschaftlichem Institut auf dem Prüfstand

 

Seit ihrer Zeit als Mitglied im Stadtrat von Wolfach beschäftigt sich die CDU-Bundestagsabgeordnete für Südbaden Kordula Kovac mit dem geowissenschaftlichen Gemeinschaftsobservatorium (Black Forest Observatory/BFO) im Heubachtal. Das Institut registriert Erdbeben-Aktivitäten auf der ganzen Welt und trägt eine nicht zu unterschätzende Aufgabe in der Prävention von Erdbeben.

Im Zuge der Energiewende wurde der Ausbau von Windkraftanlagen durch die grün-rote Landesregierung fokussiert. Dadurch wurde unter anderem der Schutzstatus des BFO von 10 Kilometer auf 3 Kilometer reduziert. Dieser Entscheidung stehen allerdings die Bedenken gegenüber, dass die Vibration von mehreren Windkrafträdern die Messungen stören und die Ergebnisse verzerren könnte.

Eine ältere Studie der Universität Stuttgart und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) kommt zwar zu dem Ergebnis, dass bei einem Mindestabstand von drei Kilometern die langperiodische Datenqualität nicht beeinträchtigt ist. Da jedoch von der Landesregierung nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die kurzperiodischen Aufzeichnungen gefährdet sind, wandte sich Frau Kovac in einem Schreiben an den Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Nach mehrfacher Nachfrage liegt Frau Kovac nun ein entsprechende Antwort vor. Laut Aussagen des zuständigen Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft gehe man den vorgebrachten Bedenken nach. Eine neue fertiggestellte Studie vom KIT soll den Sachverhalt abschließend klären.

Kovac hofft, dass die vorgebrachten Bedenken sachlich und unvoreingenommen geprüft werden. „Das Vorsorgeprinzip der aktuellen Umwelt- und Gesundheitspolitik, welches der Gefahren- und Risikominimierung dient, sollte nicht verletzt werden. Die verantwortungsvolle Aufgabe der Erdbebenforschung muss ohne Einschränkungen gewährleistet werden“, so Kovac.