Neuigkeiten

20.02.2017, 10:23 Uhr
Bio-Branche weiter auf Erfolgskurs
Kovac: „Verbraucher wollen gute Lebensmittel: gut für uns und die Umwelt“
© Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg

Der Trend zu Bio-Lebensmitteln hält an: 2016 stieg der Umsatz erneut fast zweistellig auf 9,48 Milliarden Euro. Der ökologische Landbau ist neben dem konventionellen Landbau mittlerweile eine wichtige Säule der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft und er liefert einen wichtigen Beitrag, um die ressourcenpolitischen Herausforderungen der Landwirtschaft zu meistern.

„Der ungebrochene Trend zeigt: Verbraucherinnen und Verbraucher wollen gute Lebensmittel. Lebensmittel, die nicht nur gut für uns Konsumenten sind, sondern auch gut für Tier und Umwelt“, sagte Kordula Kovac, die als einzige CDU-Abgeordnete für Südbaden im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages sitzt.

Am Samstag ging die Weltleitmesse BIOFACH – die Agrarschau für den Bio-Lebensmittelhandel - in Nürnberg zu Ende. Anlässlich der Messe stellte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) am Mittwoch die „Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau“ vor.

Wie lässt sich das in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung verankerte Ziel, 20 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland ökologisch zu bewirtschaften, schneller erreichen? Dieser Frage sind rund 200 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik unter der Leitung des Thünen-Instituts, einer wissenschaftlichen Ressorteinrichtung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, nachgegangen. „Mit der Zukunftsstrategie will die Bundesregierung die Umstellung landwirtschaftlicher Betriebe auf den ökologischen Landbau in Deutschland erleichtern. Unsere Bäuerinnen und Bauern sollen die Chancen besser nutzen können, die ihnen der Wachstumsmarkt Ökolandbau bietet“, sagte Kovac.

So ist geplant, das zentrale Förderprogramm für den ökologischen Landbau, das Bundesprogramm ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN), stärker finanziell zu fördern. Die Mittel für den BÖLN sollen um 50 Prozent - auf 30 Millionen Euro pro Jahr - erhöht werden. Der Anbau und die Verarbeitung von Eiweißpflanzen, wie Soja, Lupinen, Erbsen oder Klee, soll weiterhin mit 6 Millionen Euro jährlich unterstützt werden.

„Ich bin sehr stolz darauf, dass Baden-Württemberg im Bio-Landbau eine Vorreiterrolle einnimmt, sowohl was das breite Angebot an Bio-Erzeugnissen aus unserem Land angeht, als auch was den Bildungs- und Forschungsstandort betrifft. Baden-Württemberg ist mit seinem Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau, seinen Landesanstalten und Hochschulen sehr gut aufgestellt“, so Kovac.

In Baden-Württemberg hat der ökologische Landbau eine lange Tradition. Mittlerweile hat sich ein nennenswerter und stabiler Markt etabliert: Rund 7.130 Betriebe bewirtschaften heute in Baden-Württemberg etwa 9,2 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche. Seit 2002 besteht ein eigenes Bio-Zeichen Baden-Württemberg. Bei den so gekennzeichneten Produkten handelt es sich um regionale Bio-Lebensmittel mit nachvollziehbarer Herkunft. „Die regionale Herkunft der Produkte gewährleistet ihren zusätzlichen ökologischen Vorteil. Denn die Regionalität der Erzeugnisse bedingt kurze Transport- und Vermarktungswege. Dass das bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommt, zeigt die hohe Nachfrage an ökologisch erzeugten Lebensmitteln, die unsere heimischen Erzeuger nicht decken können. Hier sehe ich noch großes Potenzial für unsere Region“, betonte Kovac, die Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion für Weinbau und Sonderkulturen ist.

Die biologische Landwirtschaft bietet viele Vorteile, denn sie produziert Lebensmittel nach besonders umweltschonenden und tiergerechten Prinzipien. Damit stehen Verbraucherinnen und Verbrauchern hochwertige Lebensmittel zur Auswahl, die EU-weit gesetzlich geregelte Mindestvorschriften erfüllen: angefangen beim Saatgut, über die Verarbeitung bis hin zur Kennzeichnung und Kontrolle. Viele Bio-Bauern und -bäuerinnen, die zusätzlich einem Anbauverband wie z.B. Demeter, Bioland oder Naturland angehören, erfüllen zum Teil noch strengere Vorschriften.