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15.04.2017, 17:47 Uhr
Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP)
Kovac: „Mehr Zeit fürs Feld statt für den Schreibtisch“
© CDU
Über die Zukunft der EU-Agrarpolitik wird derzeit kontrovers diskutiert. In den kommenden Wochen wird sich auch die CDU/CSU-Fraktion des Deutschen Bundestages im Konkreten zur Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) positionieren. Kordula Kovac, die im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft den Südbadischen Raum vertritt, fordert daher alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, aber auch vor allem die Bäuerinnen und Bauern aus Südbaden auf, an der EU-Bürgerbefragung zur Zukunft der EU-Agrarpolitik teilzunehmen (http://www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/Agrarpolitik/_Texte/GAP-EU-Konsultation.html). Die öffentliche Online-Befragung ist noch bis zum 2. Mai 2017 möglich. Bestandteil der Befragung sind die Bewertung der gegenwärtigen EU-Agrarpolitik sowie die Ziele und Instrumente für die Zeit nach 2020. Die Ergebnisse werden auf der Webseite der EU-Kommission veröffentlicht und auf einer öffentlichen Konferenz im Juli 2017 vorgestellt.
 
Kovac setzt sich vor allem für den Abbau von Verwaltungskosten und Bürokratie ein. In dieser Angelegenheit hat die Bundestagsabgeordnete auch bereits Peter Hauk (CDU), Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg, angeschrieben. Sowohl Hauk als auch Kovac machen sich für höhere Toleranzen für Flächenangaben und Kontrollergebnisse stark. Beispielsweise soll der „menschliche Faktor“ bei der Messtoleranz stärker berücksichtigt werden. Ebenso unterstützt der Minister Kovac in ihrem Anliegen, dass Landwirte bei Kleinstabweichungen nicht sanktioniert werden oder Kürzungen ihrer Beihilfen hinnehmen müssen.
 
Insgesamt gilt das EU-Kontrollsystem als „zu komplex“ und „schwer verständlich“. „Es darf nicht sein, dass die Landwirte, die nicht nur qualitativ hervorragende Lebensmittel produzieren, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft leisten, mehr Zeit am Schreibtisch als auf dem Feld oder im Stall verbringen. Durch die Einführung von Bagatellgrenzen kann das Kontrollsystem vereinfacht werden“, so Kovac.