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01.09.2014, 16:00 Uhr
Gespräch von südbadischen Jesiden mit Caritas International

Die aktuelle Flüchtlingssituation ist regelmäßig Gegenstand in den Bürgersprechstunden von Kordula Kovac in ihrem Abgeordnetenbüro in Wolfach. Mit Betroffenen, Behörden, Institutionen und ehrenamtlichen Helfern ist sie ständig in Kontakt.

In der vergangenen Woche berichtete ein in Südbaden lebendes Mitglied des Zentralrates der Jesiden in Deutschland Kordula Kovac in ihrer Bürgersprechstunde von den unmenschlichen Zuständen im Nordirak, vom „barbarischen Abschlachten“ von Menschen, von der Versklavung von Frauen und jungen Mädchen durch die vor keiner Landesgrenze Halt machenden Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) und von weiteren Gräueltaten. Da auch Verwendung und Verteilung von Spendengeldern und Hilfslieferungen angesprochen wurden, vermittelte die Bundestagsabgeordnete umgehend einen Gesprächstermin bei Caritas international in Freiburg am 29. August 2014. Für Kovac ist Caritas international einer der kompetenten Ansprechpartner, wenn es um Kenntnisse der Situationen in Regionen geht, wo aufgrund humanitärer Katastrophen schnelle Hilfe erforderlich ist.

Christoph Klitsch-Ott, Referatsleiter des Bereiches Afrika und Mittlerer Osten und Achim Reinke, Pressereferent des Deutschen Caritasverbandes Caritas international, hörten sich die Berichte und Sorgen der beiden Jesiden Ismail Altan und Osman Aljasdin an, die mit der Bundestagsabgeordneten zu einem Gespräch nach Freiburg gekommen waren. Sie schilderten die schlimmen Ereignisse und die dramatische Flüchtlingssituation im Nordirak und in Syrien. Bilder von der Grausamkeiten veranschaulichten die Berichte. Groß ist die Sorge um die Flüchtlinge, auf die nach ihrer Flucht in überfüllten Notunterkünften und nach den extremen Sommertemperaturen die Kälte des bevorstehenden Winters wartet.

Caritas international, so Klitsch-Ott, kennt aufgrund des engen Kontaktes zu Caritas Irak die aktuelle Situation in den Krisenregionen sehr gut und steht mit anderen Organisationen und der UN in regelmäßiger Verbindung, um koordinierte und effektive Hilfsmaßnahmen zur Linderung der humanitären Katastrophen im Nordirak und in Syrien abzustimmen. Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer über die dringend erforderlichen schnellen Hilfsmaßnahmen in Anbetracht des nahenden Winters. Auch nationale und internationale Sondermittel für den Irak seien zwingend erforderlich.

„Wer den irakischen und syrischen Flüchtlingen helfen will, möge mit seiner Spende Caritas international oder eine andere grosse Hilfsorganisation unterstützen, denn sie haben jahrelange Erfahrung, wenn es darum geht, Menschen in Ausnahmesituationen zu helfen“ unterstrich Kordula Kovac. Zudem appelliert die Bundestagsabgeordnete an die in Deutschland integrierten Jesiden, die hier ankommenden Flüchtlinge weiterhin zu unterstützen und sich beispielsweise als Dolmetscher zur Verfügung zu stellen.