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21.11.2014, 19:47 Uhr
Auf der Baar
Kordula Kovac informiert sich über aktuelle landwirtschaftliche Fragen


Bundestagsabgeordnete Kordula Kovac mit Mitgliedern des BLHV-Bezirksvorstandes auf dem Hühnerhof von Familie Wolf in Donaueschingen-Pfohren
Kordula Kovac, Bundestagsabgeordnete aus Wolfach und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, hat im ersten Jahr ihrer Parlamentszugehörigkeit bereits zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe in Südbaden besucht und mit Landfrauen, Landwirten, Winzern und Waldeigentümern aktuelle Fragen des ländlichen Raumes erörtert. 
 
Anfang dieser Woche war die Abgeordnete auf der Baar unterwegs und besuchte dort gemeinsam mit Mitgliedern des BLHV-Bezirksvorstandes und Bezirkslandfrauen zwei landwirtschaftliche Betriebe.
 
In Donaueschingen stand die Besichtigung des Hühnerhofes  der Familie Wolf auf dem Besuchsprogramm. Ca. 5000 Hühner werden in dem konventionellen Betrieb in Bodenhaltung auf dem landwirtschaftlichen Anwesen gehalten. Kordula Kovac erfuhr viel über die Erzeugung, Kennzeichnung und Vermarktung der Eier, Direktvermarktung der Hühner, die Probleme einer  Freillandhaltung von Hühnern auf der Baar und den Futterkreislauf mit Getreideanbau auf eigenen Feldern des Betriebes. 
 
In Bräunlingen hatte Kordula Kovac Gelegenheit, einen Milchviehbetrieb zu besichtigen,
der von der Familie Riebe in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) geführt wird.
 
90 Milchkühe mit entsprechender Kälbernachzucht werden auf dem Hof mit 90 Hektar Acker- und Grünland gehalten. Auch Gänse, Puter und Enten werden auf dem Hof gehalten und auf Bestellung, wie zum Beispiel kürzlich zu Martini, direkt vermarktet.
 
 
Nach den Hofführungen gab es bei einer mittäglichen Stärkung reichlich Gelegenheit,
Anliegen der Landwirte und des ländlichen Raums zu diskutieren.
 
Auswirkungen der Energiewende auf die Landwirtschaft, Auflösungen von Pachtverträgen mit anschließender Ausschreibung, stark steigende Pacht- und Energiekosten, die den Gewinn stark schmälern und kleine Betriebe zur Aufgabe zwingen, Kampf um landwirtschaftliche Flächen, bürokratische Erschwernisse, behördliche Vorschriften und fehlende Planungssicherheit aufgrund von Stichtagsanordnungen waren Themen, bei denen die Landwirte offen ansprachen, was ihnen aktuell Sorge bereitet. Auch das öffentliche Meinungsbild von der Landwirtschaft, das Konsumverhalten, die Sicherheit von Lebensmitteln deutscher Erzeuger sowie die Hofabgaberegelung und die Gülleverordnung wurden  heftig diskutiert. Ein Problem macht gegenwärtig zunehmend den Landwirten in der Region zu schaffen: der durch EU-Recht geschützte Bieber und die durch ihn entstehende Schäden. Spontan hat Kordula Kovac einen zeitnahen Besichtigungstermin vorgeschlagen, um sich ein aktuelles Bild von den Bieberschäden machen zu können.
 
Kordula Kovac bedankte sich am Ende ihres Besuchs für die vermittelten Eindrücke und offene Diskussion über landwirtschaftliche Themen. „Mir ist es wichtig, vor Ort aus erster Hand über Sorgen und Nöte in der Landwirtschaft zu erfahren, um in Berlin berechtigte Anliegen der Landwirte unterstützen zu können.“ betonte die Abgeordnete. Dass sie das auch erfolgreich macht, zeigte kürzlich ihr Engagement für die Winzer und Obstbauern bei der Bekämpfung der Kirschessigfliege.