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09.02.2015, 15:41 Uhr
Kordula Kovac spricht mit EU-Agrarkommissar Hogan über TTIP
"Siegel für regionale Spezialitäten bleiben erhalten!" - Freihandelsabkommen als Chance begreifen
EU-Kommissar Phil Hogan sprach mit Kordula Kovac am Rande der Ausschusssitzung.

Der Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft traf sich zu einem Gespräch mit EU-Agrarkommissar Phil Hogan in Berlin, um im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche über die drängendsten Fragen zu diskutieren.

Themen waren u.a. die nationale Umsetzung der GAP-Reform, die EU-Ökoverordnung, das Auslaufen der Milchquote, Innovationen im Agrarsektor, Geflügelpest, die Tierwohl-Initiative und der derzeitige Verhandlungsstand beim Freihandelsabkommen TTIP. Insbesondere die Diskussion über die Herkunftsbezeichnung des „Schwarzwälder Schinkens“ hatte in letzter Zeit hohe Wellen geschlagen.

Zu TTIP versicherte Hogan, dass die EU-Kommission nicht zulassen wird, dass EU-Bürger ohne ihr Wissen gentechnisch veränderte Lebensmittel konsumieren. Mit ihm werde es keine Kompromisse bei den Verbraucherschutz-Standards geben: „Da werden wir hart bleiben."

Hogan stellte zudem klar, dass die Siegel für regionale Spezialitäten trotz TTIP erhalten bleiben sollen. TTIP stelle deshalb keine Gefahr für „Nürnberger Rostbratwürstchen“ oder „Schwarzwälder Schinken“ dar, sagte er. „An unserem System geschützter regionaler Angaben ändert sich nichts.“ TTIP sei nicht als eine Bedrohung, sondern als Chance für die Hersteller regionaler Spezialitäten zu begreifen, so Hogan.

Die Bundestagsabgeordnete für Südbaden Kordula Kovac nutzte den Besuch des EU-Kommissars im Berliner Paul-Löbe-Haus, um bei ihm um EU-Mittel zur Erforschung und Bekämpfung der Kirschessigfliege, eines in den letzten Jahre im stärker auftretenden Wein- und Obstschädlings, einzufordern. Hogan sagte dafür seine Unterstützung zu.