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Neuigkeiten
16.07.2015, 14:14 Uhr
In Japan auf den Spuren der Kirschessigfliege
Kordula Kovac besucht mit einer Wissenschaftsdelegation Japan, um sich über Methoden der Bekämpfung der Kirschessigfliege zu informieren

Vom 5. bis zum 11. April 2015 reiste die CDU-Bundestagsabgeordnete Kordula Kovac in Begleitung von Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts nach Japan, um sich vor Ort über Möglichkeiten der Kontrolle und Bekämpfung der Kirschessigfliege zu informieren.

Biologie und Populationsdynamik standen hierbei ebenso im Mittelpunkt wie Konzepte eines integrierten nachhaltigen Pflanzenschutzes.

Seit 2011 tritt die Kirschessigfliege in Deutschland auf. Die gebietsfremde invasive Art verursacht im Obst- und Weinbau erhebliche Schäden. Auch für Baden-Württemberg stellt die Kirschessigfliege eine Bedrohung dar. Es ist zu erwarten, dass gerade durch den milden Winter die Population noch einmal deutlich ansteigen wird.

Japan gilt als Ursprungsland der Kirschessigfliege. Obwohl der Schädling dort bereits seit zwei Jahrzehnten auftritt, liegt erst seit drei Jahren ein ausführliches Konzept zur Bekämpfung vor. Wichtigste Bekämpfungsmaßnahmen sind dort neben allgemeinen Hygienemaßnahmen auch Insektizide. 

Als wichtigste Erkenntnis der Reise konnte Kovac festhalten, dass vor allem das getrennte Abernten befallener Früchte ebenso wie die regelmäßige und konsequente Beseitigung nicht geernteten Obstes und sonstiger Erntereste sich als äußerst wirkungsvoll erweisen. Zudem wurden in Japan sehr gute Erfahrungen mit der mechanischen Bekämpfungsmethode der Übernetzung gemacht.

Durch eine stichprobenartige Versandprüfung wird zusätzlich sichergestellt, dass keine befallenen Früchte in den Verkauf gelangen.

Kovac stellte den Mehrwert dieser Reise deutlich heraus: „Nur durch einen weltweiten Erfahrungsaustausch über wirkungsvolle Methoden der Bekämpfung können wir der Kirschessigfliege Herr werden. Durch den Besuch in Japan wurden wieder neue Kooperationen angestoßen.“

Kovac verwies auch darauf, dass nach aktuellem Erkenntnisstand die Kirschessigfliege in Deutschland vor allem durch den Rückzug in nahliegende Waldgebiete überwintern könne. „Hier müssen wir ebenfalls in einen berufsübergreifenden Austausch treten, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen!“