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Neuigkeiten
27.11.2014, 12:40 Uhr
Einheitliches Vorgehen notwendig
Holzenkamp/Kovac: Nationaler Aktionsplan zur Bekämpfung der Kirschessigfliege beschlossen
Auf Initiative der CDU/CSU-Bundestagsfraktion fand am gestrigen Montag im
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ein runder Tisch zur Bekämpfung der Kirschessigfliege statt. Hierzu erklären der Vorsitzende der
Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft, Franz-Josef Holzenkamp, und die
zuständige Berichterstatterin Kordula Kovac:

„Die massive Zunahme von Schädigungen bei Obst und Wein durch die
Kirschessigfliege dieses Jahr macht ein bundeseinheitliches Vorgehen bei der
Bekämpfung unumgänglich. Deshalb hat das Bundesministerium für
Ernährung und Landwirtschaft auf Anregung der Unionsfraktion einen
runden Tisch ins Leben gerufen, um mit Vertretern aus Politik, Forschung und
Verbänden einen Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung dieses Schädlings zu
erarbeiten.

Dort wurden über das Ausmaß des Befalls, die Forschungsansätze sowie die
Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in der EU und weltweit diskutiert. Ziel
war es, einen Fahrplan für eine langfristig ausgerichtete Bekämpfung zu
erstellen, der über die Notfallzulassungen – welche zumindest für
kommendes Jahr als unausweichlich erscheinen – hinausgeht.

Beschlossen wurden Eckpfeiler für den Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung
der Kirschessigfliege. So sollen Präventionsmöglichkeiten erarbeitet sowie die
Möglichkeiten zur Bekämpfung mit nichtchemischen und chemischen
Verfahren erforscht werden. Dafür sollen u.a. Köderverfahren und biologische
Bekämpfungsalternativen, z.B. durch natürliche Fressfeinde, untersucht
werden. Weiter sollen alle chemischen Wirkstoffe erneut auf den Prüfstand
gestellt werden und die Zulassungsmodalitäten durch eine engere
Koordinierung der zuständigen Behörden verbessert werden.

Schließlich wird ein ‚Netzwerk Kirschessigfliege‘ gegründet, in dem alle
Erkenntnisse – national wie international – über den Schädling gesammelt
und ausgetauscht werden können. Das Netzwerk soll unter Federführung des
Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und des
Bundesforschungsinstituts für Kulturpflanzen, des Julius Kühn-Instituts,
stehen. Im Februar 2015 sollen die ersten Ergebnisse präsentiert und
langfristige Strategien aufzeigt werden.“
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